Ich dachte, bestimmte Unsitten seien glücklicherweise in der 90ern des vergangenenen Jahrhunderts gestorben. Heute musste ich mit Erschrecken bei tagworld.com feststellen, dass Sie schlimmer wiedergeboren wurden denn je. Den ganzen Artikel lesen »
Mit diesem Sprichwort beginnt Eric Rohmer seinen Film «Vollmondnächte»:
«Wer zwei Frauen hat, verliert seine Seele.
Wer zwei Häuser hat, verliert den Verstand.»
Ich habe zwei Blogs, seit es auch noch den hier gibt: i.ch-b.in.
Was verliere ich?
Ich habe mich immer geärgert über die blöden kleinen Ziffernblöcke, die ich bei anderen Bloggern in den Kommentarspalten abtippen muss. Oder über so Fragen wie: «Wie heisst Rudolf mit Vornamen?». Jetzt weiss ich, dass solche Verhaltensweisen nicht nur Paranoia sind – es gibt einen Grund. Bevor ich aber anfange, mich auch gegen Spam zu verbarrikadieren, möchte ich mich erst einmal ordentlich freuen: Den ganzen Artikel lesen »
Der Web-Hype ist wieder da, nur diesmal anders. Denn weil sich Privatanleger gerade erst langsam wieder daran gewöhnen, ihr Geld an die Börse zu tragen, ist jetzt die Stunde der Grosskonzerne gekommen. Die Gründung eines erfolgreichen Start-ups endet daher heute nicht mehr mit dem grossen Börsengang – die Gründung endet mit dem Verkauf an Google, Yahoo, eBay.
Gewinner der Lotterie «Web 2.0» dieser Woche ist writely.com (über das ich vor kurzem hier bereits geschrieben habe) – verkauft an Google. Aber für wie viel eigentlich? Das Handelsblatt spricht von 10 Millionen Dollar. Was deutlich weniger ist, als früher bei IPOs herauskam – aber immer noch ein ordentlicher Lottogewinn.
(Danke Robert für die Entdeckung dieser schönen Metapher von Russell.)
Mit dem goldenen «brrreeeport» hat der Spam Directors Club (SDC) diesen Monat die Sexgöttin Tanja Hötzle auszgezeichnet. Begründung der Jury: Selten wurde so viel Publikumsinteresse so kunstvoll fehlgeleitet. Mit dem «brrreeeport» in Bronze wurde die Zeitschrift Titanic ausgezeichnet, weil sie diesen Schwachsinn angestossen hat.
Update: Vielen Dank, Erik Range, dass ich jetzt weiss, woran ich mitmache. Gute Aufklärung! Eine brauchbare Einführung in dieses Experiment gibts auch bei blogruf.
Wer ein bisschen mit offenen Augen surft, hat sich an die neue Bescheidenheit gewöhnt: Services, die Bill Gates selbstbewusst als voll funktionstüchtig auf den Markt gebracht hätte, nennen sich heute dezent «beta». skype.com, immerhin bereits starke Marke der Internet-Telefonie, verzichtet erst seit kurzem auf den Zusatz. plazes.com, mit Ortskunde-Basistechnologie schon über ein Jahr am Markt, nennt sich noch immer so.
Jetzt erreicht die Bescheidenheit einen neuen Höhepunkt: Das Wohnplan-Portal roomsunited.com freut sich darüber, seine Seite Live zu schalten. Und was für eine Seite erscheint da? Wenn man der URL glaubt eine «Prelive Gamma»
Willkommen bei Arne Völker, Texter, dem sein Blog, weil er ja noch lernt, also irgendwie derzeit so etwas ist wie Prebirth-Omega? Was meint ihr, liebe Leser: Hilft es euch, wenn Anbieter sich mit nullstelligen Versionsnummern oder abgefahrenen griechischen Buchstaben im Voraus entschuldigen?