Von dem Haus, in dem wir wohnen, gibt es zwar ein Foto. Aber auf Karten ist es nicht vorhanden. Weder Google Maps noch Search.ch kennen unsere neue Adresse, die Binzallee 31 in 8055 Zürich. Beide führen den geneigten Besucher sinnloserweise in die Binzstrasse. Die liegt zwar in der Nähe, aber eben nicht bei uns. Wo wohnen wir also?
PS: Treffsicher gefunden wird unser Nachbarhaus, die Bühlstrasse 45. Wenn ihr mich besuchen wollt, orientiert ihr euch am Besten an dieser Karte hier. (Und jetzt fragt besser nicht, warum das Nachbarhaus zu einer anderen Strasse gehört. Neubausiedlungen haben halt ihre eigenen Geheimnisse…)
Wow. Das wird jetzt aber Exclusiv. Es gibt eine Community, die ist nicht einfach Community. Sondern da dürfen die bestehenden Mitglieder darüber abstimmen, ob ein neues aufgenommen wird. Habe ich mich also mal angemeldet und warte mal ab, ob Facts 2.0 mich aufnimmt. Weil ich so mediennah bin, so professioneller Kommunikator - oder irgendwem meine Nase gefällt? Was für Gründe es eigentlich gibt, aufgenommen zu werden, ist mir nämlich nicht so recht klar. Aber muss ja auch nicht. Hauptsache Web 2.0. Und Community. Heisst das, dass ich dann auch Menschen aufnehmen darf, wenn ich Mitglied bin? Und was mache ich als Mitglied eigentlich sonst noch? Egal. Hauptsache dabei sein…
Ich sollte es ja eigentlich wissen. Schliesslich habe ich den Namen erfunden. Isabelle hat das Logo gemacht. Und Dario wird die Website programmieren.
Aber natürlich war der Name nicht das Erste. Vorher kam die Idee, was für Inhalte unbedingt dringend mal im Web veröffentlicht werden müssten, die bisher so noch nirgendwo auf einen Blick zu sehen sind.
Was für Inhalte würdet ihr denn erwarten auf einer Seite namens MARQETS? Tragt einfach eure Vermutungen hier in den Kommentaren ein. Ich freue mich drauf.
Bald schon ist das Jahr zu Ende. Und endlich tue ich mal, was ich mir schon seit Anfang des Jahres vorgenommen hatte: mein Portfolio zu bloggen. Oder anders gesagt: die Form des Bloggens zu nutzen, um meine Arbeitsproben auszustellen. Bisher ist das ja immer daran gescheitert, dass ich dachte, ich müsste eine Geschichte zu jeder Arbeit erzählen.
Wie ihr merkt, erwischt er mich gerade eben schon wieder: der Zwang, eine Geschichte erzählen zu müssen. Nur gut, dass ich diesmal den Anlauf mit der Geschichte nicht nur für ein einziges Stück aus meinen Arbeiten brauche, sondern gleich für sechs Arbeiten auf einmal - alle die Filme, die ich in den letzten Tagen beschafft und hochgeladen habe.
A propos Hochladen: Während meine Seite bei Youtube Spot für Spot wächst, fällt mir etwas Unglaubliches auf: Meinen Alinghi-Film hatte ich nämlich bereits im Februar einmal testweise auf Youtube eingestellt. Das Ergebnis: 1′502 Menschen haben ihn sich bereits dort angesehen, 20 Nutzer haben ihn zum Favoriten gemacht, 1 Blog und ein MySpace-Profil verlinken darauf - und das alles, ohne dass ich irgendeinem Menschen davon erzählt habe.
Was soll erst passieren, wenn ich jetzt dich und ein paar anderen Freunde und Kollegen einlade, dir mal meine Filme anzusehen? Hätte Google sich in diesem Fall Youtube überhaupt noch leisten können?
PS: Für alle, die den Deal des Jahres nicht mitbekommen haben, hat Robert eine schöne Zusammenfassung der Ereignisse, als sie passierten: 1.650.000.000 USD = Google hat YouTube gekauft
Sicher, ein neues Unternehmen hat vor allem dann Erfolg, wenn es das, was es macht, gut macht. Deshalb ist Youtube teuer von Google gekauft worden, und nicht einer der unzähligen anderen Videoservices. Aber diese Idee hier, die hätte ich gerne gehabt. Und so einen Namen hätte ich ihr auch gerne gegeben: like.com.
Ich erzähle mehr davon, wenn ich’s ein bisschen ausprobiert habe. Aber ich bin sicher: I will like it. And you will like it, too.
Schreibt doch die Zürcher Werbeagentur JWT+H+F in einem der ersten Einträge auf ihrer neuen «Konversationswebsite»:
«Kontrolle ist gut, Selbstorganisation ist besser»
Dann will ich diesem Beitrag meinen Kommentar hinzufügen. Ganz nett eigentlich, ein klein bisschen ironisch vielleicht. Aber im Grunde ein schöner Willkommensgruss. Aber was passiert? – Nichts: mein Kommentar wird zur Moderation festgehalten. Vielleicht irgendwann freigeschaltet. Morgen vielleicht? Jetzt jedenfalls, ein paar Stunden später, noch immer nicht. Und dann frage ich mich ernsthaft, wie ernst JWT+H+F das meint, das mit der Konversation.
PS: Trotzdem herzlichen Glückwunsch zur Wortschöpfung «Konversationswebsite». Andere würden das einen Blog nennen. Aber dann würde es schwierig werden zu behaupten, ihr wäret die Ersten…
Das ist schon schlimm: Da bloggt man mal eine Weile nicht. Genauer gesagt, ein paar Wochen. Und plötzlich muss man sich, bevor man überhaupt mit dem Beitrag anfangen kann, den man eigentlich schreiben wollte, erst einmal für tausend andere Dinge entschuldigen.
Zum Beispiel dafür, dass sich am Layout noch immer nichts getan hat, es immer noch grün ist und ich mich einfach für kein Template entscheiden kann oder dafür, mir mal dann halt mal eins auf Mass machen zu lassen. Dafür, dass hier immer noch Wordpress 2.0 läuft. Dafür, dass ich mich so lange nicht gemeldet haben. Dafür, dass ich jetzt gar nicht weiss, wie anfangen.
Sollte es sich bei meinem Blog etwa doch um etwas handeln, das mit «Liebes Tagebuch» angeredet werden will?
Googles Anwälte sagen, wir sollen nicht googeln. Meinen aber, wir sollen einfach nicht sagen, dass wir googeln. Sondern sagen, wir suchten mit Google. Hat sich bei Google irgendwer überlegt was passiert, wenn wir ihre Anwälte beim Wort nehmen und tatsächlich nicht mehr googeln?
Jetzt will endlich mal jemand kommentieren. Und will klug kommentieren, und auch noch viel. Und was tut Spam Karma? Stellt ab dem zweiten alle weiteren Kommentare in die Moderation. Doof. Langweilig.
Kennt irgendwer eine Chance, Spam Karma 2 ein paar Absender beizubringen, deren Kommentare ungeprüft passieren dürfen? Sozusagen eine Whitelist der Willkommenen?
Was soll ich glauben? Jochen Krisch nimmt als Zitat der Woche die Worte von Bernd Röthlingshöfer:
«Starten ist zur Zeit einfach»
Was ja sein mag, weil heute jeder mit einer Idee einfach etwas machen kann. Aber wehe, das funktioniert. Denn inzwischen kommt immer häufiger nicht das fertige Start-up zum Verkauf. Sondern derjenige, der es gründen könnte, macht
Karriere bei Google. Die Wirtschaft boomt, und das ist der neue War for Talents.
In diesem Sinne verabschieden wünschen wir Douglas Bowman Good-bye. Und verabschieden ihn aus den Reihen des selbständigen Unternehmertums in Googles Arme.