Ich sollte es ja eigentlich wissen. Schliesslich habe ich den Namen erfunden. Isabelle hat das Logo gemacht. Und Dario wird die Website programmieren.
Aber natürlich war der Name nicht das Erste. Vorher kam die Idee, was für Inhalte unbedingt dringend mal im Web veröffentlicht werden müssten, die bisher so noch nirgendwo auf einen Blick zu sehen sind.
Was für Inhalte würdet ihr denn erwarten auf einer Seite namens MARQETS? Tragt einfach eure Vermutungen hier in den Kommentaren ein. Ich freue mich drauf.
Nach langem Umbau bei plazes.com scheint es jetzt wieder so weit zu sein: Ich kann euch zeigen, wo ich gerade bin. Dafür tue ich keinen Handschlag; sondern mein Rechner zeigt euch, wo er gerade ist, wenn er an ist. Wie hier, zum Beispiel:
Und wer auch da ist, wo ich bin, der muss mir dann nicht virtuell guten Tag sagen – sondern kann das einfach mal ganz real machen.
Jetzt will endlich mal jemand kommentieren. Und will klug kommentieren, und auch noch viel. Und was tut Spam Karma? Stellt ab dem zweiten alle weiteren Kommentare in die Moderation. Doof. Langweilig.
Kennt irgendwer eine Chance, Spam Karma 2 ein paar Absender beizubringen, deren Kommentare ungeprüft passieren dürfen? Sozusagen eine Whitelist der Willkommenen?
Immerhin war Donnerstag ein Feiertag, wie auch immer man den nennen mag: Auffahrt, Vatertag, Himmelfahrt. So ist meiner Arbeitswoche nicht ganz so schlimm aufgefallen, dass für mich, wie die ganze letzte Woche, Bett-Tag war – wegen Erkältung. Trotzdem ist natürlich eine Menge liegengeblieben, und diese Menge kleiner Dinge stresst mich. Sie stresst mich so sehr, dass ich mich dringend kurz über den Terror der kleinen Dinge erheben muss. Und das tue ich hiermit. Den ganzen Artikel lesen »
Für alle, die auch genug haben von Einfaltspinseln: Aus dem Hause MIT kommt jetzt der Vielfaltspinsel! Einfach aufs Bild klicken und inspirieren lassen.
(Vielen Dank Max für die Entdeckung.)
Nach den Flügen erfasst die Last-Minute-Welle nun auch die Buchung von TV-Spots. Und nicht nur das: Wie im Reisemarkt auch wird der Vermittler überflüssig. Denn 30-Sekunden Prime-Time-TV gibt’s natürlich auch nur dann ab 18 Dollar, wenn die Mediaagentur eine automatisierte Online-Anwendung ist.
spotrunner.com ist derzeit schon benutzbar, nennt sich aber wie vieles im Web 2.0 noch beta. Der Dienst verkauft Werbezeiten, die bei amerikanischen Fernsehsendern bis zu letzt unverkauft geblieben sind.
Automatisierte Mediaagentur zu sein ist aber nur ein Teil des Angebots von spotrunner.com. Denn zwangsläufig fragt sich der Inhaber der Dönerbude, woher um Himmels Willen er den Spot bekommt, den er 30 Sekunden lang senden soll. Sehr hilfreich, bietet spotrunner.com gleich noch ein paar Vorlagen an, wie man zum eigenen Spot kommt.
Das habe ich für meinen fiktiven Kunden Dönör Küng mal ausprobiert. Die Branchenauswahl Food & Dining > Restaurants fördert eine ganze Menge Filmchen aus dem Stock-Lager zu Tage.
Nur dieser hier ist mediterran genug für meinen Döner. Leider redet der Sprecher bisher von griechischem Essen – und das wird sich durch mein Manuskript auch nicht ändern.
Denn das Formular fürs Briefing fragt zwar nach Aussprachehinweisen, und ich empfehle für Dönör Küng die folgenden Regieanweisungen:
Ö like in the french word oeuvre or hors d’oeuvre
Ü like in the i in king
Doch der Teil, der neu eingesprochen wird, betrifft nur das Voice-over zum Abbinder mit Logo und Adresse. Also gebe ich Gegensteuer zum Übermass an Griechenland und fordere im Claim: «Dönör Küng. Don’t be greek.»
Um euch diesen Film vorführen zu können, müsste ich ihn kaufen. Dafür gebe ich jetzt doch lieber keine 349 Dollar aus. Aber ihr könnt ja selber mal ein bisschen basteln. Viel Spass dabei!
(Mehr Hintergrund im ausführlichen Artikel bei zdnet.com. Und vielen Dank an Marshall für die Entdeckung.)
«Die perfekte Führungskraft gibt es nicht – und wer nach Vollkommenheit strebt, hat schon verloren.»
Das hat mir der Klappentext versprochen – und wild entschlossen, zwar nicht perfekt zu sein, aber gerade deshalb in weniger Zeit mehr zu vollbringen, war dieses Buch meins.
Ein bisschen habe ich es auch deshalb gekauft, weil Fredmund Malik, immer wenn ich ihn in Talkshows gesehen habe, irgendwie so kultiviert seriös wirkt. So wie Björn Engholm zum Beispiel oder Helmut Schmidt. Dass Managementgurus davon sprechen, Führungskräfte sollten nicht perfekt sein, das mag ja noch angehen. Aber dass so ein distinguierter Elder Statesman wie Malik das sagt?
Beim Lesen haben ich dann zuerst einmal Maliks Credo entdeckt, dass Effizienz nur bedeute, etwas richtig zu tun. Aber noch lange nicht zu Effektivität führe – also dazu, das Richtige zu tun. Was ich auch gerne erzähle, seit ich diese Weisheit irgendwo mal aufgeschnappt habe. Was mir Malik gleich noch mal viel sympathischer macht. Und was mich empfänglich macht dafür, aus seinem Buch nicht nur viel über Aufgaben und Werkzeuge zu lernen, sondern auch über Grundsätze und Werte. Denn dieses Buch entwickelt ungefähr den gleichen Sog wie ein John F. Kennedy, wenn der fordert: Frage nicht, was dein Land für dich tun kann. Sondern was du für dein Land tun kannst.
Lange schon habe ich niemand mehr so geschliffen von Grundsätzen reden hören und so in sich selbst ruhend urteilen über richtig und falsch. (Vermutlich wollte ich auch lange aktiv nichts von solchem Erwachsenenkram aus den 50er-Jahren hören.) Malik selbst behauptet, seine Haltung sei liberal. Weil ich aber mich liberal finde, ist er irgendwie schon konservativ. Bin ich das jetzt – nach sieben Tagen – auch geworden?
Wer Malik selbst ausprobieren will: Lest hier sein Plädoyer gegen Neoliberalität im Cicero. Und das Buch könnt ihr gleich bei amazon.de oder books.ch bestellen.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich ja ohnehin ein Spielkind bin und deshalb permanent begeistert von den vielen schönen neuen Werkzeugen und Diensten, die das Web einem so bietet in der letzten Zeit: Hier ist mal etwas, das nicht nur mir, sondern auch meinen Kunden nützen wird.
Wer unter den Freelancern kennt das nicht: Die Arbeit ist fertig. Du verschickst sie per Mail. Natürlich gibt es immer Änderungswünsche. Die sind entweder klein, dann klemmst du dir das Telefon zwischen Ohr und Schulter und tippst mit. (Oder hältst das Telefon in einer Hand und schreibst mit der anderen in deinen Ausdruck.) Falls die Korrekturen umfangreicher sind, lässt du sie dir per Mail schicken. Wo dann wieder ein Word-Dokument dranhängt, damit du jetzt zwei hast, die du vergleichen kannst.
Ab sofort geht das anders: Du lädst dein Dokument auf writely.com hoch und lädst den Kunden per Mail ein, es anzusehen. Er schreibt rein, was ihm nicht passt. Und schon während er das tut, siehst du, was er ändern will. (Und nimmst das entweder an. Oder machst sinngemäss etwas noch besseres daraus.)
Das alles funktioniert ohne irgendeinen Download oder eine Installation – und deshalb auf Mac genauso wie auf Windows oder Linux. Einfach nur mit dem Browser, dafür aber nicht irgendeinem: Nein, nur der neueste ist gerade recht. (Und Macs Safari geht noch gar nicht.)
writely.com ist zur Zeit beta (also genauso unfertig wie alles, was Bill Gates in der Runde 1.0 als fertig verkauft hätte, wie eigentlich alles im Web 2.0, dem Neustart des Internet-Hypes mit anderen Mitteln) und es ist kostenlos (wie lange noch?) und klingt vom Konzept her extrem vielversprechend. Ich fange dann mal an, den Dienst (oder die Software? Was genau ist das nun eigentlich?) zu testen. Und melde mich später wieder mit dem Bericht aus der Praxis.