Ich habe leider keine Filme für Cailler machen dürfen, weder für choc’n’go noch die anderen Produkte, den Pitch habe ich mit Publicis gegen JWT+H+F verloren. Aber wenigstens etwas ist Cailler von mir geblieben: der Name für’s Produkt choc’n'go.
PS: Gibt’s choc’n'go eigentlich noch in der Schweiz? Oder nur noch in Frankreich – und dort unter dem Brand Nestlé statt Cailler?
Ein paar Menschen hätte ich gerne am letzten Arbeitstag vor Ostern einen Gruss zukommen lassen. Aber was, wenn die kurzen Unterbrechungen der Internetversorgung, welche die Cablecom mit einem Flyer an der Haustür am Donnerstag für die nächsten Tage ankündigen, bereits wenige Minuten später am Donnerstag mittag anfangen? Und kurze zwei Tage ununterbrochen andauern?
Dann bekommt Ihr euren Ostergruss halt nach Ostern. (Falls Ihr ihn noch hören wollt. Oder könnt…)

Ruedi Wild von der Garage Wild in der Albisstrasse in Zürich Wollishofen macht das so: Er baut in einen Golf III, 335′000 km gelaufen, Ankaufspreis unter Händlern, wenn man ihn für einen neuen in Zahlung geben würde, 800.- Franken, zwei neue Auspufftöpfe ein und erzeugt so eine Rechnung von 689.40 Franken. (Da sind auch noch Wischerblätter drin für 32.20, die hatte ich tatsächlich bestellt.) Bei der Abholung befragt, ob er die neuen Auspufftöpfe für sinnvoll halte, sagt Wild: Den ganzen Artikel lesen »
Ihr kennt das Paradox von Magritte, das eine Pfeife zeigt und gleichzeitig behauptet, es sei keine Pfeife? Nun, so ist das hier auch: Dieses Banner ist keine Werbung. Sondern ein Beispiel aus einer Kampagne, an der ich getextet habe:
Falls allerdings jemand von meinen Lesern in Deutschland aber gerade ein neues Handy braucht oder seine Gespräche nicht mehr nach Minuten bezahlen möchte, nun, für diesen Fall ist ceci eben doch une publicité. Einfach draufklicken, und ich werde nicht nur fürs Texten bezahlt, sondern fürs Verkaufen gleich noch einmal. Das nenne ich Synergien!
Was ist ein Witz, der nie erzählt wird? Ein Witz, der immer nur versprochen wird, aber nie kommt? Immer noch einen Klick weiter, in den nächsten Blog, zum nächsten Blogger, der auch Teil der Kette sein möchte?
Ich würde vermuten, so ein Witz ist ein schlechter Witz, ganz unabhängig davon, ob er angeblich von Blondinen handelt oder von wem auch sonst immer. Er zeigt, wie ekelhaft ansteckend viral es werden kann, wenn Marketing dem Empfänger rein gar nichts zu erzählen hat - sondern nur den Zweck erfüllt, sich als Geschwür möglichst schnell selbst zu verbreiten.
Blogscout vermeldet erschreckend gute Ergebnisse in den letzten Tagen - und auch schon den ganzen Januar hindurch. Aber tut Stefan Domanske, Spitzenreiter bei Blogscout mit 23′799 Lesern dieses kurzen Artikels, seinen Besuchern einen Gefallen mit der Weiterleitung an Noledge, dessen Besucherzahl ich öffentlich nicht sehen kann, der an Dominik Schwind weiterleitet, der in diesem kleinen Eintrag den 54′500 Besuchern seiner Site (Quelle: Sitemeter) den Witz ebenfalls vorenthält?
Ich fürchte, diese drei tun sich genau so wenig einen Gefallen wie (Zahlen für Januar, lt. blogscout.de)
: treehugginpussy (12′460)
: wirres (10′735)
: ringfahndung (7′556)
: glueckauf (4′150)
: weitwinkelsubjektiv (3′647)
: basicthinking (2′015)
: werbeblogger (1′281)
Und viele, viele andere
Denn zum Lachen bringen mich diese Blogger auf diese Weise nicht. Alles, was sie damit schaffen, ist mir und vielen anderen tausend Menschen das Gefühl zu geben, dass wir keine Leser sind, sondern Futter für die Suchmaschinen. Ich würde so etwas Spam nennen. Und zur Erfindung dieser innovativen Sorte Spam kann man ihnen doch nur gratulieren, oder?
PS: Selbst mein sonst so geliebter Johnny lässt sich im spreeblick.com auf diese Scheisse ein, tststs…
Jubel: die Qualen sind ausgestanden, Google kennt mich wieder, mein Name gehört wieder mir. Ich bin froh und erleichtet, dass alle mich finden, die mich suchen, und das auf Platz 1 bei Google, wenn man meinen Namen eingibt.
Aber ich bin ehrlich erstaunt, wie viel man mit einem kleinen Blog erreichen kann. Jetzt erscheine ich nämlich sogar mit ganz anderen Kombinationen von Suchworten auf Platz 1, zum Beispiel mit «Google» und «Arne».
Mit «Google» und «Völker» reicht’s noch für Platz 2. «Skype» und «Arne» auf Platz 5 und «openbc» und «Arne» auf Platz 6 sind auch nicht schlecht. Die Kombination «Google» und «Texter» auf 31, wenn man die Suche auf CH-Domains beschränkt, allerding noch stark verbesserungswürdig - aber auch nicht schlecht für einen Blog, der erst seit einer Woche online ist, oder?
Das war hart, irgendwann in den ersten Tagen dieses neuen Jahres 2006: mein Name gehörte mir nicht mehr. Ich habe mich selbst gegoogelt und war für Google gestorben. Tot. Weg vom Fenster.
Dabei war ich so stolz darauf, mit den Stichworten unter den ersten 10 zu landen, die mir wichtig sind: Arne, Völker, Texter. So wollte ich gefunden werden. Und wenn sich jemand zwei von drei Begriffen gemerkt hat und die dann googelt, dann hat er mich gefunden. Das war so von der Aufschaltung meiner Seite
arnevoelker.com im Oktober 2004 bis zum Dezember 2005. Anfang Januar nämlich war ich tot.
Zuerst konnte ich es überhaupt nicht fassen: Google kannte zwar immer noch mich besser als andere Menschen namens Arne Völker, aber nicht mehr meine eigene Seite. Das ist noch heute so. Ganz vorne steht meine Bücherliste bei Amazon. Dann der freundliche Link meines Kollegen Aurel Gergey, gefolgt von anderen Einträgen, die ich selbst angestossen habe, um einen Link zu bekommen. Gefolgt von journalistischen Berichten über mich und meine Arbeiten. Nur meine Selbstdarstellung, die zählte plötzlich nicht mehr.
Viel geleistet hat meine kleine Seite inhaltlich ja nicht gerade: Sie war im wesentlichen eine Visitenkarte im Netz. Und zwar eine ganz radikal reduzierte. Die URI hat meinen Namen gesagt, der Seitentitel auch. Die eine HTML-Seite hat eine Textgrafik gezeigt, wie sie auch auf meine Visitenkarte gedruckt ist. Und damit Blinde und Google auch wissen, was auf der Visitenkarte steht, stand im ALT-Text noch einmal das genau gleiche.
Das reicht heutzutage offenbar nicht mehr. Mit einer gewissen Schadenfreude stelle ich fest, dass auch andere Namen, die gerne gefunden werden möchten, Probleme haben. Und einfach nicht mehr bei Google auftauchen. Sogar Grosskonzerne mit starken Marken. Heute nämlich ist BMW.de für Google gestorben.

Das ist heute das Tagesthema der Blogger, die sich mit Google und Marketing auseinandersetzen, wie
Spreeblick oder Werbeblogger und war von einigen Experten wie Mario Sixtus in seiner Dezentrale oder von Philipp Lenssen und seinem Google Blogoscoped schon eine Weile angekündigt worden.
Google hat anscheinend beschlossen, dass auf einer Seite nicht nur Suchworte stehen müssen, sondern a) auch etwas irgendwie sinnvolles ÜBER die Suchworte. Und zwar b) für Maschinen und Menschen das gleiche. Ich bin glücklicherweise einen Schritt weiter als BMW. Ich habe den Handlungsbedarf bereits Anfang Januar erkannt - und bin heute in der Lage, so etwas zu betreiben das aussieht wie ein Blog. Und an dem ein paar Leser auch schon anfangen, Spass zu haben.
Jetzt ihr, liebe Leser: Lohnt es, dass ich für euch Inhalt erzeuge? Lest ihr mein Blog gern? Oder schreibe ich hier nur für Google?
Schliesslich soll es hier ja um etwas gehen. Und zwar auch um Arbeiten des Texters, der verkauft. (Auch wenn der gerade versucht, zu bloggen.) Darum hier einmal ein schönes Beispiel dafür, wie man auf die Schnelle in vier Tagen doch noch eine ganz ansehnliche Kampagne zu stande bekommt. Und das lässt ja doch darauf hoffen, dass ich in vier Tagen auch ein ganz ansprechendes Blog hinbekommen werde.