Seit ein paar Wochen mache ich jetzt ein Experiment. Ich denke mir nicht mehr nur Werbung aus und schreibe die Texte dazu. Ich schalte auch welche, hier im Blog. Von dem, was dabei rauskommt, bin ich allerdings enttäuscht. Ich muss sogar sagen: Schwer enttäuscht.
Das hier sind die Zahlen für meinen Werbeplatz für Full Banner (468 x 60 Pixel), gefüllt mit zwei Google-Adsense-Anzeigen, platziert in den Beiträgen – am Fuss des Textes, über den Kommentaren:
Ups! Dank Roberts Kommentar lese gerade, dass ich mit dieser Veröffentlichung gegen die Geheimhaltungsvorschriften verstosse, die ich bei Google akzeptiert habe. Veröffentliche ich also die Werte nicht, *schmoll*
Das halte ich jetzt mal für annähernd repräsentativ, auch wenn meine Stichprobe die Tausendergrenze noch nicht überschreitet. Und wenn ich das mit Erwartungs- und Erfahrungswerten von Roberts Berechnungsbeispiel und Fallstudie vergleiche, dann läge ich damit auch gar nicht so schlecht (Mal abgesehen davon, dass ich noch so wenig Leser habe, dass sich die Sache mit den Anzeigen kommerziell sowieso nicht lohnt. Aber hochrechnen kann ich ja schon mal, nur für den Gewinn an Erfahrung…) Aber eine Frage stelle ich mir ernsthaft: Sollen wir Blogger uns wirklich mit so wenig zufrieden geben?
Denn hier sind mal ein paar Werte von Mainstream-Medien zum Vergleich: Die Berliner Morgenpost verlangt auf der Homepage 25 Euro, in den Rubriken noch 20 Euro (Preisliste). In Umfeld der Schweizer Kleinanzeigenmärkte Immoclick, Jobclick und anderer Sites der Click-Familie möchte man 50 Franken sehen, das sind derzeit 32 Euro (Preisliste). Und von den Spitzenreitern des bürgerlichen Qualitätsjournalismus wollen wir gar nicht reden: Bei der Neuen Zürcher Zeitung verlangt man für ein Full Banner 90 Franken (oder 58 Euro) laut ihren Mediadaten.
Mein Fazit: Das Experiment mit Google-Adsense nicht mehr lange laufen lassen. Vielleicht Air Berlin versuchsweise nicht mehr nur mit Textlinks bewerben. Und auf jeden Fall den Platz meistens mit hauseigener Werbung füllen, wenn’s zu i.ch-b.in nicht nur Produkte und Blog, sondern endlich auch Banner gibt.
# Robert on May 5th, 2006
bei AdSense lohnt sich eigentlich nur Masse an Traffic. Hat man ca. ab 100.000 PIs im Monat, wird es ganz langsam unspannend. Nur, hat man nix davon, wenn man ausser der Einnahme - die Du nicht veröffentlicht hast, aber errechenbar ist - die CTR, CPM und Klicks hier publizierst. Google schmeisst Dich aus dem AdSense Programm raus deswegen, wenn Du Pech hast.
# Robert on May 5th, 2006
kleine Korrektur: nicht “unspannend”, sondern “spannend”
# Arne Völker on May 5th, 2006
Okay, das erklärt dann auch, warum ich nirgendwo so richtig genaue Zahlen sehe, richtig? - Und jetzt kann ich mir noch überlegen, ob ich es nicht eigentlich toll finde, rausgeworfen zu werden. (Vorher lese ich noch mal das Kleingedruckte, ob mich das noch mehr kosten kann…)
# Robert on May 5th, 2006
das wäre die weitere Überlegung :-)
# Arne Völker on May 5th, 2006
Hmmm… Hätte ich so gigantischen Traffic von 100′000 Page-Impressions, dann würde ich den doch auch mit 20 Euro aufwärts vergolden wollen, statt mit den Brosamen von Adsense. Oder nicht?