Tausend mal Tausend sind auch eine Million. Und man kann statt Pixel ja auch Paintings verkaufen, muss sich der Künstler Sala aus Zürich gedacht haben. Die ersten mit ein bisschen Rabatt, abzüglich Versandkosten für Ware aus echter Handarbeit. Macht immer noch fast eine Million. Ich kauf trotzdem mal keins. Aber ich will euch dieses Stück zukünftiger Internetgeschichte nicht vorenthalten.
PS: Was gibt es 100′000 mal und kostet 10 Dollar? Was 100 mal für 10′000? Anregungen erbeten. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Projekt dieser Art…
Immerhin war Donnerstag ein Feiertag, wie auch immer man den nennen mag: Auffahrt, Vatertag, Himmelfahrt. So ist meiner Arbeitswoche nicht ganz so schlimm aufgefallen, dass für mich, wie die ganze letzte Woche, Bett-Tag war – wegen Erkältung. Trotzdem ist natürlich eine Menge liegengeblieben, und diese Menge kleiner Dinge stresst mich. Sie stresst mich so sehr, dass ich mich dringend kurz über den Terror der kleinen Dinge erheben muss. Und das tue ich hiermit. Den ganzen Artikel lesen »
Seit Generationen stellen sich Journalisten (natürlich nur solche, die ihren Job gut machen) diese Frage, wenn irgendwo auf der Welt mal wieder ein neuer Krisenherd auftaucht:
Sollen wir die Menschen, die gegen die Regierung kämpfen, Terroristen nennen? Oder ist die Regierung böse, und die Kämpfer sind darum Freiheitskämpfer?
Jetzt macht sich der Schweizer Bundesrat auf, zu den bösen Regierungen gehören zu wollen. Den ganzen Artikel lesen »
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich redlich bemüht, noch andere Ideen zu sammeln – aber genau das ist und bleibt mein Vorschlag für das Brainstorming: Ideen sammeln. Wenn Sie darauf bestehen, dass der Vorschlag aus einem einzigen Substantiv bestehen muss, dann eben Ideensammlung. Weniger -ungs und mehr Verben könnten der deutschen Sprache allerdings genau so wenig schaden wie weniger Anglizismen. Herzlich, Arne Völker
Da gab’s kein langes Zögern: Ich teile die Meinung von Ines, dass man nicht lange Ideen sammeln muss, wenn man einen Ersatz für den Anglizismus Brainstorming sucht – wie das die Aktion Lebendiges Deutsch jeden Monat wieder für die drei Wörter des Monats tut.
Na gut, man hätte noch kurz überlegen können, ob’s auch eine Gedankensammlung tut, wie das Christian bei mir in den Kommentaren vorgeschlagen hatte. Jedoch: Von einer Idee zu sprechen gibt dem Ganzen so etwas Erhabenes, und damit dem Sammeln einen Sinn. Oder etwa nicht?
Dank des neuen Dienstes Google Trends erfahren wir Dinge, die wir gar nicht so genau wissen wollten. Diese Grafik muss man sich mal auf der Zunge zerschmelzen lassen: Den ganzen Artikel lesen »
Sicher: korrektes Deutsch ist häufig schon der beste Weg zu gutem Deutsch. Doch mit Korrektheit allein ist es noch lange nicht getan. Auf allein diese Begründung setzt aber, gewohnt oberlehrerhaft, die Aktion Lebendiges Deutsch bei ihrer Suche nach den Wörtern des Monats:
Mit 3418 Vorschlägen haben sich 2015 Deutschsprachige aus 22 Staaten an der Einladung der Aktion „Lebendiges Deutsch” beteiligt, sich ein deutsches, ein besseres Wort für den AIRBAG auszudenken. „Luftkissen” hieß das häufigste Angebot. Warum hat die Jury sich dann trotzdem für „PRALLKISSEN” entschieden? Weil „Luft” so irreführend ist, wie „air” schon immer war: Es ist Stickstoff, der da von einem Gasgenerator explosionsartig aufgeblasen wird.
Für «bag» statt Tasche fortan «Kissen» zu sagen kann ich voll unterstützen. Nicht nur, weils richtiger ist. Auch, weils den Nutzen sinnlich begreifbarer macht. Die Übertragung des Teils mit «air» hat die Aktion Lebendiges Deutsch inhaltlich sehr merkwürdig begründet: Es mag ja stimmen, dass die Luft im Airbag schon immer aus Stickstoff bestand. Das wäre aber nur der Grund dafür, statt Luftkissen fortan Stickstoffkissen zu sagen.
Irgendwer in der Jury muss aber doch über belehrendes Wissen hinaus auch so etwas wie ein Sprachgefühl gehabt haben. Denn gewählt wurde ja das Wort Prallkissen. Super Ansatz, finde ich, leider wieder im Korrekten steckengeblieben: denn nun ist Prallen durchaus das, was ich auf das Kissen tue. Oder die Gelegenheit, bei der sich das Kissen frei entfalten kann. Aber den Nutzen, den kenne ich noch immer nicht.
Deshalb hatte ich Schutzkissen vorgeschlagen, ersatzweise Sicherheitskissen. Aber so denken wahrscheinlich nur Werber. Und meine Leser wie Blogger Christian, der hier in den Kommentaren das Schutzkissen in die Diskussion geworfen hatte.
In diesem Sinne: Auf in die Hirnfreiheit der nächsten Runde, liebe Leser. Da gehts nämlich um einen Ersatz fürs Brainstorming. Was meint ihr?
Pyrrhus, hiess – glaube ich – vor langen Zeiten mal ein alter Grieche, der gewonnen hat, und letztlich doch gerade nicht. Während dieser Pyrrhus aber wegen Burn-out auf der Strecke blieb («Noch so ein Sieg, und wir sind verloren.»), triumphiert in der Schweizer Werbung diese Woche wenigstens die gute Sache – wenn auch nicht ihr erster Feldherr Cary Steinmann. Den ganzen Artikel lesen »
Seit ein paar Wochen mache ich jetzt ein Experiment. Ich denke mir nicht mehr nur Werbung aus und schreibe die Texte dazu. Ich schalte auch welche, hier im Blog. Von dem, was dabei rauskommt, bin ich allerdings enttäuscht. Ich muss sogar sagen: Schwer enttäuscht. Den ganzen Artikel lesen »
Mit diesem Sprichwort beginnt Eric Rohmer seinen Film «Vollmondnächte»:
«Wer zwei Frauen hat, verliert seine Seele.
Wer zwei Häuser hat, verliert den Verstand.»
Ich habe zwei Blogs, seit es auch noch den hier gibt: i.ch-b.in.
Was verliere ich?
Tja, liebe Leute, das frage ich mich öfter mal. Und als ich es mich das letzte Mal gefragt habe, habe ich angefangen, ein Geschäft daraus zu machen. Und jetzt fragt bitte nicht, was für eins. Sondern geht lieber selber gucken, ob ihr das für einen Blog haltet oder für einen Shop: i.ch-b.in
PS: Wenn ihr hier seit Wochen neuen Inhalt vermisst habt – jetzt wisst ihr, weshalb ich euch vernachlässigt habe. Ich hoffe, ihr könnt das verzeihen…